Wintersemester 2022/23

Evolution und Schöpfung – eine phantasievolle Begegnung mit dem Leben

In Kooperation mit dem Haus der Natur und dem Salzburger Landestheater

7. November 2022, 18.30 Uhr
Haus der Natur
Museumsplatz 5

Sabine Coelsch-Foisner im Gespräch mit dem Direktor des Salzburger Haus der Natur Robert Lindner, dem Intendanten des Salzburger Landestheaters Carl Philip von Maldeghem, dem Ballettdirektor und Choreografen Reginaldo Oliveira, dem Dramaturgen Thomas Rufin, Flavio Salamanka und Valbona Bushkola

Bild: Die Entstehung des Lichts © Christina Baumann-Canaval/Salzburger Landestheater

Bild: Die Entstehung des Lichts © Christina Baumann-Canaval/Salzburger Landestheater

Darwins Evolutionstheorie hat unseren Blick auf die Welt verändert. Sie hatte und hat Einfluss auch auf die Vorstellungs- und Gedankenwelt der Kunst, nicht nur zu Darwins Lebzeiten. Die Evolutionstheorie belegt die Gemeinsamkeiten aller Lebewesen, und erklärt deren Anpassungen an ihre Lebensumwelten durch Variation und Selektion, jenseits eines einmaligen göttlichen Schöpfungsaktes und ohne (moralische) Zielvorstellungen.
„Nothing in Biology Makes Sense Except in the Light of Evolution“ betitelte 1973 der Evolutionsbiologe Theodosius Dobzhansky einen Aufsatz in dem er nicht-wissenschaftliche, kreationistische Weltsichten demaskierte. In seiner neuen Dauerausstellung „EVOLUTION Mensch & Vielfalt“ widmet sich das Haus der Natur diesem zentralen Thema der Biologie vom Ursprung und der Vielfalt des Lebens über die Evolution des Menschen bis hin zum Umweltfaktor Mensch.
Das Salzburger Landestheater entwickelt unter dem Titel Die Entstehung des Lichts einen Mehrspartenabend für Schauspiel, Oper und Ballett, die Darwins Forschungsreisen auf der HMS Beagle mit Haydns Oratorium Die Schöpfung verknüpft. In der Regie von Carl Philip von Maldeghem führt die Produktion schauspielerisch auf die Galapagos-Inseln und erzählt in der Choreografie von Reginaldo Oliveira von den Anfängen der Menschheit, dem Paradies und der Vertreibung aus dem Paradies. Es interessiert nicht nur inhaltlich, wie
wissenschaftliche Ausstellung und künstlerische Performanz an dieses spannungsgeladene Thema herangehen, sondern auch wie sie es mit Phantasie erfahrbar machen.